Vorgestellt: das Kaninchen

Junge mit einem Kaninchen
Kaninchen sind bei Kindern als Haustiere sehr beliebt - Foto: ababaka / depositphotos.com

Große, schwarze und glänzende Knopfaugen, lange, flauschige Ohren und das flauschige Fell machen Kaninchen mit zu einem der beliebtesten Haustiere bei Groß und Klein. Anders als Hund und Katze benötigen sie nicht sehr viel Platz, brauchen keinen Auslauf und machen nicht besonders viel Arbeit. Kaninchen sind die idealen „Mitbewohner“ in einer Stadtwohnung, in der keine Hunde und Katzen erlaubt sind.

Die kleinen, putzigen Gesellen sollten jedoch so artgerecht wie möglich gehalten werden, damit sie gesund und munter bleiben.

Hase ist nicht gleich Hase

Unsere Hauskaninchen stammen, wie manch einer vielleicht vermutet, nicht vom Feldhasen ab, sondern vom Wildkaninchen. Auch das Wildkaninchen ist keine kleinere Unterart des Feldhasen.

Ursprünglich hat das europäische Wildkaninchen seine Heimat in Portugal und Spanien. Seefahrer entdeckten die putzigen Tiere, fingen sie ein und nahmen sie mit auf die Schiffe.

Von dort aus gelangten die Wildkaninchen von der iberischen Halbinsel aus in die ganze Welt. Circa gegen Ende des 16. Jahrhunderts begann die Züchtung der Kaninchen als Pelztier und Nahrungslieferant. Zuerst wurden mit diesem Hintergrund große Tiere gezüchtet. Die Züchtung kleiner Kaninchen, um sie als Haustier halten zu können, folgte erst viele Jahre später.

Anfang des 20. Jahrhunderts folgte dann die Züchtung der mittlerweile sehr beliebten Zwergkaninchen. Zu diesem Zweck wurde ein Hermelinkaninchen mit einem kleinen Wildkaninchen verpaart. Sie wiegen meist unter 2 Kilogramm und sind die kleinsten unter den Hauskaninchen-Arten.

Kaninchen lieben Gesellschaft

In all den Jahren der Züchtung hat sich die Art und Weise, wie sie leben und sich verhalten, nicht geändert. Ein Kaninchen ist und bleibt eben ein Kaninchen. Es sind sehr gesellige Tiere, die überwiegend in Gruppen leben. Möchte man ein Kaninchen zu Hause artgerecht halten, sollte man immer mindestens zwei Tiere zusammen halten.

Oft werden Meerschweinchen zu einem Kaninchen gehalten. Das ist nicht zu empfehlen. Kaninchen brauchen einen artgleichen Partner, damit sie ihren Bedürfnissen nach Sozialverhalten nachkommen können. Ein Meerschweinchen spricht nicht die „gleiche Sprache“, die beiden Arten können nicht richtig miteinander kommunizieren. Da Kaninchen größer und schwerer als Meerschweinchen sind, kann die gemeinsame Haltung der beiden Arten hin und wieder sogar gefährlich für ein Meerschweinchen werden.

Hält man ein Paar, also ein Männchen und ein Weibchen, sollte eines der beiden Tiere kastriert werden, um Nachwuchs zu verhindern. Vorzugsweise lässt man das Männchen kastrieren, da bei Rammlern – also den Männchen – der Eingriff unkomplizierter ist.

Kaninchen brauchen Platz um sich zu bewegen

Soll ein Kaninchen nur in der Wohnung gehalten werden, muss ausreichend Platz für die tägliche Bewegung geschaffen werden. Die Käfige, die im Fachhandel erhältlich sind, sind schlicht zu klein, um den Tieren dauerhaft einen artgerechten Lebensraum zu bieten. Wird ein Kaninchen nur in solch einem engen, zu kleinen Käfig gehalten, ist es keine Seltenheit, dass die Tiere anfangen, untypische Verhaltensweisen zu zeigen. Dazu gehört auch das typische Gitterstäbe knabbern, ein für das Kaninchen ungesundes Verhaltensmuster, welches aus Bewegungsmangel und fehlenden Beschäftigungsmöglichkeiten entsteht.

Ein gutes, glückliches Kaninchenleben besteht aus fressen, miteinander um die Wette rennen, Haken zu schlagen, um Verfolger abzuschütteln und Löcher graben – alles gemeinsam mit anderen Kaninchen. Die knuddeligen Vierbeiner können bis zu 10 Jahre alt werden. 10 Jahre, eingesperrt in einen engen Käfig ist keine Option, täglicher Freilauf muss gewährleistet sein.

Für ein Zwergkaninchen wird laut dem Deutschen Tierschutzbund eine Größe von 1,50 Meter Länge und einer Breite von mindestens 75 cm empfohlen. Sind die Tiere größer als ein Zwergkaninchen, sollte der Käfig entsprechend größer ausfallen. Allerdings sollten die Tiere auch mit großen Käfigen täglich Freilauf bekommen, um sich austoben zu können.

Kaninchen sind sehr saubere Tiere. Darf das Kaninchen sich frei in der Wohnung bewegen, kann ein Katzenklo mit Einstreu zum Einsatz kommen, welches die putzigen Gesellen schnell annehmen werden. Bitte kein Katzenstreu, sondern Kleintierstreu aus gehobeltem Holz, welche auch im Käfig verwendet wird.

Für den Freilauf muss die Wohnung sicher gestaltet sein. Lose herum liegende Kabel können ebenso schnell angeknabbert werden wie Pflanzen, die für die kleinen Vierbeiner mitunter giftig sein können.

Wer über einen Garten verfügt, kann den Tieren ein Gehege bauen. Circa 6 Quadratmeter ist eine optimale Fläche für zwei bis drei Vierbeiner. Das Außengehege muss das Kaninchen vor Katzen und anderen Feinden und vor der Witterung, wie pralle Sonne, Kälte oder Regen schützen. Eine Rückzugsmöglichkeit wie eine kleine Höhle im Gehege ist ideal.

Die Ernährung

Das beste Futter für die kleinen Vierbeiner ist hochwertiges Heu, welches rund um die Uhr zur Verfügung stehen muss. Im Sommer freuen sie sich über frische Wildkräuter, Äste von Bäumen und frisches Gras mit Löwenzahn, Klee und Co. Frisches Gemüse darf auch angeboten werden. Natürlich muss auch stets frisches, sauberes Wasser zur Verfügung stehen. Welkes Frischfutter muss sofort entfernt werden, um eine gefährliche Trommelsucht zu verhindern.

Kaninchen-Krankheiten

Die kleinen Langohren sind anfällig für Verdauungsstörungen, Zahnprobleme und andere Krankheiten. Gegen Kaninchenseuchen ist eine Impfung empfehlenswert. Stellen Sie ihre Tiere regelmäßig dem Tierarzt vor, damit sie lange fit und gesund bleiben.

Große, schwarze und glänzende Knopfaugen, lange, flauschige Ohren und das flauschige Fell machen Kaninchen mit zu einem der beliebtesten Haustiere bei Groß und Klein. Anders als Hund und Katze benötigen sie nicht sehr viel Platz, brauchen keinen Auslauf und machen nicht besonders viel Arbeit. Kaninchen sind die idealen „Mitbewohner“ in einer Stadtwohnung, in der keine Hunde und Katzen erlaubt sind.

Die kleinen, putzigen Gesellen sollten jedoch so artgerecht wie möglich gehalten werden, damit sie gesund und munter bleiben.

Hase ist nicht gleich Hase

Unsere Hauskaninchen stammen, wie manch einer vielleicht vermutet, nicht vom Feldhasen ab, sondern vom Wildkaninchen. Auch das Wildkaninchen ist keine kleinere Unterart des Feldhasen.

Ursprünglich hat das europäische Wildkaninchen seine Heimat in Portugal und Spanien. Seefahrer entdeckten die putzigen Tiere, fingen sie ein und nahmen sie mit auf die Schiffe.

Von dort aus gelangten die Wildkaninchen von der iberischen Halbinsel aus in die ganze Welt. Circa gegen Ende des 16. Jahrhunderts begann die Züchtung der Kaninchen als Pelztier und Nahrungslieferant. Zuerst wurden mit diesem Hintergrund große Tiere gezüchtet. Die Züchtung kleiner Kaninchen, um sie als Haustier halten zu können, folgte erst viele Jahre später.

Anfang des 20. Jahrhunderts folgte dann die Züchtung der mittlerweile sehr beliebten Zwergkaninchen. Zu diesem Zweck wurde ein Hermelinkaninchen mit einem kleinen Wildkaninchen verpaart. Sie wiegen meist unter 2 Kilogramm und sind die kleinsten unter den Hauskaninchen-Arten.

Kaninchen lieben Gesellschaft

In all den Jahren der Züchtung hat sich die Art und Weise, wie sie leben und sich verhalten, nicht geändert. Ein Kaninchen ist und bleibt eben ein Kaninchen. Es sind sehr gesellige Tiere, die überwiegend in Gruppen leben. Möchte man ein Kaninchen zu Hause artgerecht halten, sollte man immer mindestens zwei Tiere zusammen halten.

Oft werden Meerschweinchen zu einem Kaninchen gehalten. Das ist nicht zu empfehlen. Kaninchen brauchen einen artgleichen Partner, damit sie ihren Bedürfnissen nach Sozialverhalten nachkommen können. Ein Meerschweinchen spricht nicht die „gleiche Sprache“, die beiden Arten können nicht richtig miteinander kommunizieren. Da Kaninchen größer und schwerer als Meerschweinchen sind, kann die gemeinsame Haltung der beiden Arten hin und wieder sogar gefährlich für ein Meerschweinchen werden.

Hält man ein Paar, also ein Männchen und ein Weibchen, sollte eines der beiden Tiere kastriert werden, um Nachwuchs zu verhindern. Vorzugsweise lässt man das Männchen kastrieren, da bei Rammlern – also den Männchen – der Eingriff unkomplizierter ist.

Kaninchen brauchen Platz um sich zu bewegen

Soll ein Kaninchen nur in der Wohnung gehalten werden, muss ausreichend Platz für die tägliche Bewegung geschaffen werden. Die Käfige, die im Fachhandel erhältlich sind, sind schlicht zu klein, um den Tieren dauerhaft einen artgerechten Lebensraum zu bieten. Wird ein Kaninchen nur in solch einem engen, zu kleinen Käfig gehalten, ist es keine Seltenheit, dass die Tiere anfangen, untypische Verhaltensweisen zu zeigen. Dazu gehört auch das typische Gitterstäbe knabbern, ein für das Kaninchen ungesundes Verhaltensmuster, welches aus Bewegungsmangel und fehlenden Beschäftigungsmöglichkeiten entsteht.

Ein gutes, glückliches Kaninchenleben besteht aus fressen, miteinander um die Wette rennen, Haken zu schlagen, um Verfolger abzuschütteln und Löcher graben – alles gemeinsam mit anderen Kaninchen. Die knuddeligen Vierbeiner können bis zu 10 Jahre alt werden. 10 Jahre, eingesperrt in einen engen Käfig ist keine Option, täglicher Freilauf muss gewährleistet sein.

Für ein Zwergkaninchen wird laut dem Deutschen Tierschutzbund eine Größe von 1,50 Meter Länge und einer Breite von mindestens 75 cm empfohlen. Sind die Tiere größer als ein Zwergkaninchen, sollte der Käfig entsprechend größer ausfallen. Allerdings sollten die Tiere auch mit großen Käfigen täglich Freilauf bekommen, um sich austoben zu können.

Kaninchen sind sehr saubere Tiere. Darf das Kaninchen sich frei in der Wohnung bewegen, kann ein Katzenklo mit Einstreu zum Einsatz kommen, welches die putzigen Gesellen schnell annehmen werden. Bitte kein Katzenstreu, sondern Kleintierstreu aus gehobeltem Holz, welche auch im Käfig verwendet wird.

Für den Freilauf muss die Wohnung sicher gestaltet sein. Lose herum liegende Kabel können ebenso schnell angeknabbert werden wie Pflanzen, die für die kleinen Vierbeiner mitunter giftig sein können.

Wer über einen Garten verfügt, kann den Tieren ein Gehege bauen. Circa 6 Quadratmeter ist eine optimale Fläche für zwei bis drei Vierbeiner. Das Außengehege muss das Kaninchen vor Katzen und anderen Feinden und vor der Witterung, wie pralle Sonne, Kälte oder Regen schützen. Eine Rückzugsmöglichkeit wie eine kleine Höhle im Gehege ist ideal.

Die Ernährung

Das beste Futter für die kleinen Vierbeiner ist hochwertiges Heu, welches rund um die Uhr zur Verfügung stehen muss. Im Sommer freuen sie sich über frische Wildkräuter, Äste von Bäumen und frisches Gras mit Löwenzahn, Klee und Co. Frisches Gemüse darf auch angeboten werden. Natürlich muss auch stets frisches, sauberes Wasser zur Verfügung stehen. Welkes Frischfutter muss sofort entfernt werden, um eine gefährliche Trommelsucht zu verhindern.

Kaninchen-Krankheiten

Die kleinen Langohren sind anfällig für Verdauungsstörungen, Zahnprobleme und andere Krankheiten. Gegen Kaninchenseuchen ist eine Impfung empfehlenswert. Stellen Sie ihre Tiere regelmäßig dem Tierarzt vor, damit sie lange fit und gesund bleiben.