Der Beauceron: treuer Begleiter für Erfahrene

Beauceron / Australischer Schäferhund
Ein Beauceron gehört zu den intelligenteren Hunden - Foto: eldadcarin / depositphotos.com

Bei der Hunderasse Beauceron handelt es sich um eine Rasse, welche zumindest in Deutschland bis heute nicht allzu bekannt ist. Seine Ursprünge hat die Rasse in Frankreich, wo sie zum ersten Mal im Zuchtbuch des Clubs für französische Hirtenhunde erwähnt wurde.

Anstelle der Bezeichnung Beauceron ist auch der Begriff Bas Rouge gängig. Frei übersetzt bedeutet dieser Name Rotstrumpf; eine Anspielung auf die lohfarbenen Flecken an den Beinen des Hundes.

Die wichtigsten Eckdaten zum Beauceron

Die Hunde erreichen ein Körpergewicht von 30 bis 45 Kilogramm und sind damit alles andere als zierlich. Rüden sind in der Regel ein wenig größer, stämmiger und somit auch schwerer als die weiblichen Vertreter der Rasse. Mit einer Lebenserwartung zwischen 10 und 12 Jahren werden die Tiere leider nicht ganz so alt wie viele kleinere Hunderassen.

Die Höhe des Widerrists liegt zwischen 60 und 70 Zentimetern. Aufgrund seiner Größe ist der Beauceron nicht für Kinder geeignet. Die schiere Kraft der Hunde würde die des Kindes deutlich übersteigen. Zudem sollten sich zukünftige Halter vor Augen führen, dass Hunde dieser Rasse recht große Mengen fressen. Hochwertiges Futter schlägt sich deutlich in den Haltungskosten nieder.

Das Aussehen des Beauceron

Der Körper dieser Rasse ist in der Regel eher lang als hoch. Damit geht ein tief sitzender Brustkorb einher, welcher dem Tier ein etwas bulliges Aussehen verleiht.

Die Ohren sind hoch angesetzt und wurden bis zum gesetzlichen Verbot häufig kupiert. Gleiches gilt für die leicht hakenförmige Rute der Tiere. Heute sind die verhältnismäßig kleinen Ohren hängend. Der Fang verläuft eher kurz und soll laut geltender Standards niemals zu schmal oder gar spitz anmuten.

Das Fell des Beaucerons ist kurz sowie sehr dick. Es liegt fest an und wird nicht länger als maximal 4 Zentimeter. Laut geltender Zuchtstandards sind zwei verschiedene Farbschläge erlaubt. Vor allem die Farbe Schwarz mit lohfarbenen Gliedmaßen ist verbreitet. Als zweite Variante wird der Beauceron im Farbschlag Harlekin gezüchtet. Hier finden sich graue Flecken auf schwarzen Partien.

Das Wesen des Beaucerons

Die Hunde gelten als besonders intelligent und lassen sich aufgrund dieses Umstandes recht schnell erziehen. Allerdings weiß der Beauceron seine Intelligenz auch dann zu nutzen, wenn es darum geht, den Halter auszutricksen. Aus diesem Grund benötigen die Tiere eine konsequente Führung.

Als eine Besonderheit gilt das ausgeprägte Gedächtnis der Tiere. Haben sie einmal verstanden, wie ein bestimmter Trick oder eine Anweisung funktioniert, können sie diese wieder und wieder abrufen. Allerdings trägt auch dieser Wesenszug dazu bei, dass der Beauceron Fehler in der Erziehung nur sehr schwer verzeiht.

Auf den Beauceron trifft die Floskel „harte Schale und weicher Kern“ zu wie auf keine zweite Hunderasse. Seine stattliche Größe und sein ausgeprägtes Temperament können nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Rasse besonders sensibel ist. Fremden Menschen und Situationen gegenüber reagiert der Hund erst einmal skeptisch oder gar ängstlich. Mit zunehmendem Alter werden die Hunde mit der richtigen Erziehung allerdings immer mutiger.

Der Beauceron als toller Hund für die ganze Familie

Der Beauceron wird nicht nur als Arbeitshund, sondern auch als Familienhund geschätzt. Allerdings sucht sich der Hund in der Regel ein Familienmitglied aus, auf welches er sich besonders fixiert.

Diese Hunderasse gilt als ausgezeichneter Wächter, weshalb er sowohl drinnen als auch draußen Eindringlinge abschreckt. Wer nicht möchte, dass der Beauceron zu viel bellt, der muss es ihm das Verhalten von Anfang an abgewöhnen. Bei der Haltung in einer Familie mit Kindern sollten Hund und Kinder nach Möglichkeit nicht alleine gelassen werden. Der Beauceron kann in bestimmten Situationen ungestüm reagieren und das Kind aus Versehen verletzen.

Trotz seiner Größe kann der Beauceron trotzdem wunderbar mit Kindern und anderen Tieren unter einem Dach leben. Er versteht sich auch mit Artgenossen, sofern er frühzeitig an sie gewöhnt wird.

Typische Erkrankungen des Beaucerons

Die Rasse gilt als besonders robust und neigt zu keinen speziellen Krankheiten. Einzig die Gefahr einer Hüftgelenksdysplasie besteht. Diese gilt allerdings bei vielen großen Hunderassen mit einem langen Rücken als Risiko. Alle ein bis zwei Jahre sollte der Beauceron auf dieses Leiden hin untersucht werden.