Zahnprobleme beim Hund – Vorbeugen ist besser als heilen

Hundegebiss
Foto: dabjola / depositphotos.com

Der Hund besitzt 42 Zähne. Mit ihnen wird die Nahrung aufgenommen und zerkleinert. Zahnstein, Zahnbelag und Entzündungen des Zahnfleisches sind Krankheiten, die jeder Hundebesitzer ernst nehmen muss. Die richtige Zahnpflege und die artgerechte Ernährung tragen zur Zahnsteinprophylaxe erheblich bei. Auch der Mundgeruch beim Hund wird reduziert. Wie in der Humanmedizin gilt auch in der Tiermedizin: Vorbeugen ist besser als heilen.

Bei Zahnproblemen hilft der Tierarzt

Bei kleinen Rassen sind Zahnprobleme einer der Hauptgründe für einen Tierarztbesuch. Mit dem regelmäßigen Zähneputzen und einer speziellen Ernährung, beispielsweise mit maßgeschneiderten Kroketten kann die Entstehung von Zahnbelag und Zahnstein hinausgezögert werden.

Durch die Größe und Zusammensetzung der Kroketten wird ein mechanischer Bürsteneffekt erzielt. Dennoch ist die regelmäßige Zahnkontrolle durch den Tierarzt unbedingt erforderlich. Ohne rechtzeitiges Erkennen und Behandeln von Maulproblemen können langfristige Komplikationen wie Zahnlockerungen, Abszesse und Zahnausfall entstehen.

Natriumphosphate sind ein sinnvoller Zusatz im Trockenfutter, weil das Kalzium im Speichel gebunden wird, sodass sich der Zahnstein nicht so leicht bilden kann.

Bakterien sind gefährlich

Bei Zahnproblemen nisten sich Bakterien in der Maulhöhle ein. Die Bakterien sind Krankheitsauslöser, weil sie sich über die Blutbahn in den gesamten Körper ausbreiten. Erkrankungen der Leber, Lunge, Niere und des Herzens können auftreten. Umso wichtiger ist es, das Gebiss des Vierbeiners zu kontrollieren und in regelmäßigen Abständen den Tierarzt aufzusuchen.

Hundepflege ist mehr als ein schönes Fell

Nicht nur ein schön gepflegtes Fell gehört zur Hundepflege, sondern auch saubere Zähne sind wichtig. Die Zahnhygiene verhindert Parodontitis, die sogar lebensbedrohlich für den Vierbeiner sein kann.

Fast jeder Hund ist im Laufe seines Lebens zumindest einmal von Zahnstein betroffen. Hundebesitzer erkennen das, an einer festen, gelblich bis bräunlich verfärbten Masse, die die Zähne umlagert. Geht der Belag durch eine vorsichtige Behandlung mit einer speziellen Hundezahnbürste nicht weg, handelt es sich um Zahnstein.

Liegt Zahnstein vor, bleibt dem Besitzer und dem Hund der Weg zum Tierarzt nicht erspart. In Narkose wird der gefährliche Zahnstein entfernt. Stimmt der Hundebesitzer dieser Behandlung, aus welchen Gründen auch immer, nicht zu, wird riskiert, dass das Tier an Zahnfleischentzündungen und eventuell sogar an Parodontitis erkrankt.

Erste Anzeichen, dass es Probleme in der Maulhöhle gibt, ist Mundgeruch. Damit es jedoch gar nicht so weit kommt, sollte jeder Hundehalter mit der richtigen Zahnpflege vorbeugen.

Zahnpflege vom Welpenalter an

Welpen werden ohne Zähne geboren. Mit ungefähr drei Wochen brechen die ersten Milchzähne durch. Bis zum bleibenden Gebiss dauert es rund drei bis vier Monate. Mit spätestens sechs Monaten ist der Wechsel vom Milchgebiss zum bleibenden Gebiss abgeschlossen.

Sobald die Milchzähne vorhanden sind, sollte mit der regelmäßigen Zahnpflege begonnen werden. Von klein an muss der Welpe an die tägliche Routine gewöhnt werden. Für das Zähneputzen stehen spezielle Zahnbürsten und Zahnpasten mit angenehmen Geschmack zur Verfügung. Zusätzlich können dem Hund harte Sachen zum Kauen angeboten werden. Gut geeignet dafür sind Kauohren, Rinderkopfhaut und Zahnpflege-Sticks.

Neuerungen bei der Hundezahnpflege

Für Hundebesitzer sind Ultraschall-Hundezahnbürsten eine wirklich lohnende Investition. Solche Zahnbürsten gibt es nicht nur für Menschen, sondern auch für Vierbeiner. Die Zahnbürsten sorgen bewegungslos im Maul des Hundes für Hygiene. Sie reinigen die Zähne mit einer Mikrobläschen- Hundezahncreme und wirken vorbeugend gegen Maulhöhlenerkrankungen und Zahnstein.