Würmer beim Hund

Fadenwurm Toxocara canis beim Hund
Der Fadenwurm Toxocara canis tritt beim Hund häufig auf - Foto: mraoraor / depositphotos.com

Unsere Hunde laufen täglich Gefahr, sich mit den unerwünschten Würmern zu infizieren. Der beste Weg die Parasiten in Schach zu halten, ist eine regelmäßige Wurmkur, wie sie von Tierärzten empfohlen wird.

Wie entsteht der Wurmbefall eigentlich?

Es gibt mehrere Wege, auf denen sich ein Hund mit Würmern infizieren kann. Zu den Hauptursachen des Wurmbefalls zählt das Aufnehmen der Würmer. In vielen Fällen werden aber auch die Eier, beziehungsweise die Larven der Würmer aufgenommen. Der Übertragungsweg wird dabei durch den Kot anderer Hunde definiert. Oft genügt schon der Kontakt mit der Nase. Noch gefährlicher ist das Abschlecken und vor allem das Fressen.

Würmer sind widerstandsfähig

Es spielt dabei auch keine Rolle ob der Kot oder Erbrochenes noch frisch ist. Die Würmer sind sehr widerstandsfähig und schaffen es, mehrere Monate zu überleben. Auch die Gefahr, dass die Würmer – ohne dabei Schaden zu nehmen – an unseren Schuhsohlen hängenbleiben, ist hoch. Damit schleppen wir die Würmer in die Wohnung. Die Hunde können also auch in den heimischen vier Wänden Würmer aufnehmen. Aber nicht nur der Kot des Hundes ist ein Übertragungsweg. Die Wurmeier können auch ebenso im Hundefell hängenbleiben. Leckt sich der Hund dann das Fell, können diese Würmer ganz leicht aufgenommen werden.

Eine Verhinderung der Infizierung ist kaum möglich

Es ist für den Hund aber auch möglich, Würmer durch das Fressen von Beutetieren aufzunehmen. Diese Beutetiere fungieren dabei als Zwischenwirte. Besonders weit verbreitet ist der Fuchsbandwurm. Es ist deshalb sehr wichtig, dass der eigene Hund sowohl vom Jagen, als auch vom Aasfressen abgehalten wird. Doch in vielen Fällen ist es den Hundebesitzern nicht möglich, die Tiere davor zu bewahren, sich mit Würmern zu infizieren. Ein Hundebaby kann sich sogar schon im Mutterleib und auch beim anschließenden Säugen mit Würmern infizieren. Ebenso problematisch sind Flöhe, welche den direkten Weg über die Haut nehmen, wo sich auch Hakenwürmer festheften können.

Von welcher Wurmart wird der Hund befallen?

Leider gibt es gleich eine ganze Reihe an unterschiedlichen Wurmsorten, welche unsere Vierbeiner befallen können. Am häufigsten tritt dabei der sogenannte Spulwurm auf, welcher im Lateinischen als „Toxocara canis“ bezeichnet wird. Diese Wurmart wird – wie viele andere Arten auch – etwa 10 bis 20 cm groß und ist primär im Darm anzutreffen. Um dort hinzugelangen, passieren die Würmer unter anderem die Lunge, wo ebenfalls eine Einnistung stattfinden kann. Diese Einnistung bringt die typischen Symptome wie Husten und Nasenausfluss mit sich. Trächtige Hündinnen laufen Gefahr, sich auch die Milchdrüsen und die Gebärmutter zu infizieren. Dann haben sich die Welpen ebenso schnell angesteckt.

Häufiger Befall durch den Hakenwurm

Das betrifft auch die Hakenwürmer. Sie erreichen nur eine Länge von 1,5 cm und besudeln den Verdauungstrakt, von wo aus die Hakenwürmer Blut saugen können. Meistens äußert sich dieser Befall durch einen blutigen Durchfall des Hundes. Für dieses Symptom kommt aber auch der Peitschenwurm als Verursacher in Frage. Sobald dieser mit dem Kot ausgeschieden wurde, besteht die Infektionsgefahr auch weiterhin, da der Parasit lange in der Natur überleben kann.

Ebenso gefährlich: Der Lungenwurm

Eine weitere Wurmart welche sich als gefährlich für den Hund erweist, ist der Lungenwurm. Dieser wird vor allem über verzehrte Mäuse und Schnecken übertragen. Diese kleinen Tierchen stellen in vielen Fällen den Zwischenwirt dar. Und auch wenn es noch so unglaubwürdig klingt, aber selbst ein winziger Floh ist in der Lage, den Hund mit Würmern zu infizieren. Vorausgesetzt, die Flöhe sind selbst mit dem sogenannten Gurkenkernbandwurm befallen. Sobald der Hund das Beutetier verspeist hat, infiziert er sich mit dem Wurm.

Wie sehen die Symptome aus?

Da es so viele verschiedene Wurmarten gibt, können die Symptome nicht einheitlich definiert werden. Große und gesunde Hunde zeigen erst einmal keine Symptome. Dennoch ist der Kot des Hundes in dieser Zeit weiterhin sehr ansteckend. Würmer können für den Hund sehr gefährlich werden, da diese nicht nur Nährstoffe entziehen, sondern auch zu Blutverlust führen und Organe, sowie die Darmwand dauerhaft schädigen können.

Hier die typischen Symptome bei Würmern:

  • Durchfall (häufig auch blutig)
  • Erbrechen
  • Fellverdrängungen
  • Blähbauch
  • Fellveränderungen
  • Gewichtsverlust
  • Juckreiz

Der Hund sollte richtig entwurmt werden

Die Wurmkur sollte in regelmäßigen Abständen, etwa alle drei Monate durchgeführt werden. Die permanenten Wiederholungen sind deshalb nötig, weil das Präparat nur die bereits vorhandene Würmer abtöten kann. Die Wurmkur stellt somit keine prophylaktische Maßnahme dar.