Kurzvorstellung: der Pudel

weißer Pudel im Gras
der Pudel ist eine hübsche und quirlige Rasse - Foto: FotoJagodka / depositphotos.com

Der Pudel: Gelockte Schönheit mit Herz

Der Pudel gehörte einst zu den beliebtesten deutschen Hunderassen. Das liegt zum einen an seiner majestätischen Gestalt sowie den vielen farblichen Varianten und zum anderen an seinem intelligenten, liebevollen Wesen. Alle relevanten Details über diese Hunderasse erfahren Sie hier.

Die Geschichte der Rasse

Der Pudel gehört zu den besonders alten Hunderassen. Experten sind der Meinung, es gäbe ihn schon seit mindestens 2.000 Jahren; gänzlich aufgeklärt ist die Herkunft allerdings bis heute nicht.

Vor allem im Mittelalter kam der Rasse eine besondere Bedeutung zu. Damals wurden die intelligenten und quirligen Hunde bei der Jagd eingesetzt. Anders als heutzutage hatten Sie nicht den Ruf eines Schoßhundes. Von ihrer Arbeit während der Jagd auf im Wasser lebende Vögel haben sie auch ihren Namen. Beim Begriff „puddeln“ handelt es sich um ein Wort aus dem Altdeutschen. Es bedeutet frei übersetzt: im Wasser toben.

Viel Aufwand bei der Fellpflege

Besonders fällt der Pudel in allen Varianten aufgrund seines voluminösen und gelockten Fells auf. Der Hund muss täglich gekämmt werden, da er über eine sehr starke Unterwolle verfügt. Zudem wächst das Fell des Pudels stetig weiter, was das Scheren notwendig macht.

Hundefrisuren gibt es speziell für diese Rasse wie Sand am Meer. Gerade auf einer Hundeshow sind die Varianten englische Schur und die klassische Schur besonders beliebt. Der Gang zu einem professionellen Hundefriseur ist jedoch keine Pflicht. Ambitionierte Halter können das Fell auch zu Hause mit einer entsprechenden Schermaschine kürzen.

Varianten in der Farbe und Größe der Tiere

Den Pudel gibt es sowohl in einer Zwergvariante als auch in einer sehr großen Variante. Die Rede ist hier vom sogenannte Zwerg- bzw. Königspudel. Doch nicht nur in Bezug auf seine Größe bietet der Pudel jede Menge Abwechslung.

Es gibt ihn außerdem in vielen verschiedenen Farbschlägen. Offiziell verbreitet sind die Farben Schwarz, Weiß, Braun, Apricot und Grau. Zweifarbige Hunde sind ebenfalls erfolgreich gezüchtet worden. Die Varianten Black-Tan und schwarzweiße Harlekine kommen gut an.

Auch im Hinblick auf seine Statur existieren große Unterschiede. Generell gibt es solche Zuchtlinien, welche eher kleine und zierliche Hunde hervorbringen. Doch auch die stämmige Version wird von einigen Züchtern und Liebhabern präferiert. Generell verfügt der Hund über einen harmonischen Körper und eine eher schlanke Silhouette mit langen Beinen und spitzem Gesicht.

Das Wesen des Pudels

Pudel gelten als besonders verspielt und wissbegierig – und das sogar bis ins hohe Alter. Sie sind anpassungsfähig und vertragen sich mit Menschen und Tieren gut. Das macht sie zum optimalen Hund für Familien.

Auch die Erziehung des Pudels geht im Vergleich mit anderen Rassen recht einfach von der Hand. Das liegt zum einen daran, dass die Tiere sehr intelligent sind und zum anderen als gehorsam gelten.

Wer sich einen Pudel anschaffen möchte, der sollt genügend Zeit mitbringen. Die Tiere bleiben nicht gerne sich selbst überlassen, sondern lieben die Nähe zu ihren Menschen. Sie sind eher sensibel. Aus diesem Grund sollten sie nicht mit allzu strenger Hand erzogen werden. Der liebevolle sowie direkte Kontakt zum Menschen wird von ihnen klar präferiert. Daher sind sie nicht für die Haltung im Freien oder das Alleinsein geschaffen.